Monatsarchiv für September 2010

 
 

Opel und Lena Meyer-Landrut starten Social

Opel und Lena starten social

Wie ich am 01.09. schon berichtet hatte, ist Lena Meyer-Landrut die neue Markenbotschafterin von Opel.

Heute hat mich eine freundliche Dame des Opel Social Media Teams darauf hingewiesen, dass man auf der Opel Facebook Fan-Seite Lenas ersten Tag bei Opel und ihre Erlebnisse vom Fotoshooting bis zum Konzert verfolgen kann.

Und ganz aktuell kann der Opel-Fan auf www.opel-storys.de seine ganz persönliche Opel-Geschichte erzählen und damit Preise gewinnen. Alle sind eingeladen ihre Opel Story mit Text, Bild oder sogar Video zu erzählen. Wer seine Geschichte einschickt, hat dann die Chance auf ein Lena-Konzert und ein persönliches Treffen Backstage. Auf die Teilnehmer wartet zudem ein spezieller Opel-Bonus.

Auf den freundlichen Hinweis des Social Media Teams habe ich prompt eingelenkt, und mir die Seiten angesehen.

Die Richtung die Opel mit Lena ansteuert wird jetzt deutlich.
Ziel ist die Aktivierung der Marke für jugendliche Fahrer. Die Landing-Page der Lena Opel Story macht so auch gleich einen ganz frischen Eindruck. Lena gibt der Marke vom Start weg ein trendiges und jugendliches Gesicht. Ihre offene, sympathisch quirlige Art scheint dem Automobilhersteller ganz gut zu stehen. Gefällt mir um Längen besser, als die Spot-Premiere der lebenslangen Garantie. Ich drücke Opel und Lena die Daumen, auf dass es ihnen gelingen mag die Marke Opel speziell für junge Automobilfreunde zu beleben.

Cortal Consors Social-Banking | Das Szenario | Das Ende des Experiments

Cortal Consors Das Szenario

Das Szenario

Cortal Consors präsentiert ein noch nie dagewesenes Experiment:
Ein Zwillingspaar stellt sich eine Woche lang einer Reihe von Aufgaben.
Der eine Zwilling handelt nach seinem Willen, der andere Zwilling gibt seine Entscheidungsfreiheit komplett ab. Das Publikum entscheidet live und direkt über seine Handlungen – per Online-Voting. Für jede ihrer Entscheidungen bekommen die Zuschauer Provisionspunkte. Dem Sieger winkt ein Cortal Consors Konto in Höhe von 5.000 Euro.

Am gestrigen Sonntag ging das Experiment des Online-Brokers Cortal Consors zu Ende. Eine ganze Woche konnten die User im Internet per Live-Stream die beiden Probanden Martin und Felix beobachten, und dem fremdbestimmten Felix ihre Entscheidungen aufzwingen.

Der Feldversuch sollte zeigen, dass selbstständiges Handeln schneller und sicherer zum Ziel führt. Die Ergebnisse des Experiments bestätigen die These der Direktbank.

Der selbstbestimmte Zwilling Martin konnte all seine Entscheidung frei aus eigenen Stücken treffen, und so die gestellten Aufgaben schneller und mit geringerem finanziellen Aufwand lösen.

Seinem Bruder Felix hingegen wurden alle Entscheidungen per Online-Voting aufgezwungen. Der User durfte zwischen meist 3 bis 4 Möglichkeiten abstimmen. Für jedes Voting wurde ihm dafür eine bestimmte Punktzahl an Provision gutgeschrieben. Hierbei zeigte sich eindeutig, dass die User sich stark von der Höhe der Provision haben beeinflussen lassen. In fast allen Fällen gewann die Entscheidung mit der höchsten Provision, auch wenn diese dem Probanden Felix bei der Lösung seiner Aufgabe nicht unbedingt hilfreich war.

Die Mehrzahl der User war wohl mehr am Gewinn des Kontos in Höhe von 5.000 Euro interessiert, als am fairen Wettkampf der beiden Brüder.

Der fremdbestimmte Felix hat es aber auch bis zum Ende des Experiments nicht verstanden, mit den Usern zu interagieren, und so deren Entscheidung vielleicht zu seinen Gunsten zu beeinflussen. So war Felix stets sehr unzufrieden und konnte den Sinn der Votings nicht nachvollziehen.

Nach 2 Tagen stand dann schon so gut wie fest, dass Felix den Wettkampf gegen seinen Zwillingsbruder nicht gewinnen kann.

Trotz der zunächst kleinen technischen Pannen (Serverüberlastung, fehlendes Voting-Tool und fehlender Chat auf der Seite) fand das Szenario schnell seine Fangemeinde. Facebook war für die User am 1. Tag der Ersatz für einen Chat und behielt die ganze Woche über die Position des meist genutzten Kommunikationskanals. Die Pinnwand der Szenario-Facebookseite wurde im Sekundentakt mit Beiträgen der User überflutet. Im Laufe der Woche hat der Andrang auf Facebook zwar deutlich abgenommen, ein fester Kern treuer Szenario-Fans hatte sich aber schon gebildet.

Ich schätze ein gutes Dutzend Facebook-User hat das Experiment tatsächlich die ganze Woche durch live verfolgt und kommentiert. Der Gewinner des Cortal Consor Kontos im Wert von 5.000 Euro, und somit absoluter Top-Voter der Zuschauer, hat nach eigener Aussage sogar seinen ganzen einwöchigen Urlaub vor dem Live-Stream verbracht.

Ein paar negative Stimmen gab es auf Facebook hin und wieder auch zu lesen. So wurde auch mir, wie so manch anderem User, der Live-Stream recht schnell zu langweilig. Ab dem 2. Tag habe ich mich nur sporadisch in den Stream eingeloggt, und mir ansonsten lieber die kurzweiligeren Tageszusammenfassungen angesehen. Ich persönlich hätte mir, anstatt der Zwillinge Martin und Felix, eher unterhaltsamere und außergewöhnlichere Charaktere gewünscht. Die Geschmäcker sind da eben verschieden, und über die Umsetzung im Einzelnen lässt sich streiten.

Der Agenturkunde Cortal Consors wertet das Experiment abschließend aber als vollen Erfolg. In nur einer Woche hat das Experiment bei Facebook über 2.100 Freunde generiert, wurde auf etlichen News-Seiten erwähnt und auf zahlreichen Blogs, bei Twitter und anderen Social Media Kanälen diskutiert. Die gewünschte Aufmerksamkeit und Beteiligung vonseiten der User hat die verantwortliche Werbeagentur Nordpol ihrem Kunden mit Sicherheit geboten.

Mein Fazit:

1. Ein fremdbestimmtes Leben ohne freie Wahl der Entscheidung steht dem persönlichen Erfolg ganz klar im Wege. Vielleicht sollten sich unsere Politiker darüber klar werden, wenn sie wieder einmal die Hartz IV Regelungen überdenken.

2. Es ist höchst erfreulich zu sehen, dass auch in Deutschland so mancher Werbetreibende endlich einmal mutiger wird, und sich für experimentellere Maßnahmen begeistern lässt. Ich kann Cortal Consors und die verantwortliche Agentur Nordpol zu ihrer Entscheidung nur beglückwünschen, und rufe alle deutschen Agenturkunden zu mehr Mut und Experimentierfreudigkeit auf.

Weitere Informationen, die Tageszusammenfassungen, Interviews und demnächst auch ein Best-Of-Film gibt es auf www.das-szenario.de.

Ideendünger #1 | Der Boden für gute Ideen | -Wir lieben Ideen-


Ideen sind wie heranwachsende Pflänzchen. Manche sprießen zunächst erst schwächlich, andere keimen schon stark und robust. Doch jeder Idee droht der Tod, fällt sie nicht auf fruchtbaren Boden, wird sie nicht gehegt und gepflegt, im Heranwachsen beschnitten und gedüngt, oder fehlt ihr die Kraft und der Lebenswille.

In Werbeagenturen sterben Ideen den Massentod.

Es herrscht das Gesetz der Natur: Nur die Stärksten überleben.

Dieser Tod bringt, wie jede Trennung, Trauer mit sich. Wir müssen lernen, Abschied zu nehmen. Lassen wir die schwächeren Ideen los, um den Starken Platz zu machen.

Verständlicherweise lieben wir unsere Ideen. Ideen sind unsere Leidenschaft und Lebenselixier. Wir dürfen sie auch lieben und uns an ihnen erfreuen. Jedoch sollten wir dabei nie zu selbstverliebt werden, und uns nur den eigenen Ideen liebevoll zuwenden.

Findet ein Kollege (und sei es auch die Putzfrau der Agentur) eine kraftvollere Idee als wir selbst, so sagen wir zur eigenen Idee:

“Liebe Idee es war schön dich gefunden zu haben, doch leider müssen wir uns heute voneinander verabschieden. Ich behalte dich in guter Erinnerung, und so Gott will, sehen wir uns eines Tages wieder.”

Ist der Trennungsschmerz zu groß, so können Rituale beim Loslassen helfen. Zünden wir doch einfach abends ein Kerzchen an, zum Andenken an all unsere verlorenen Ideen, und freuen uns auf den nächsten Tag voller neuer Inspirationen. ;-)

Wo fährt Opel denn jetzt schon wieder hin? Das neue Opel-Gesicht: Lena Meyer-Landrut


Überall war es gestern zu lesen, bei Horizont.net, bei W&V, bei glamour.de, bei bild.de und sicher noch bei vielen anderen News-Seiten. Unsere Lena wird jetzt Werbestar.

Eben erst gab es die Spot Premiere zur neuen lebenslangen Opel-Garantie, und schon gibt es wieder Neuigkeiten rund um den Automobilhersteller.

Lena Meyer-Landrut ist das neue Opel-Gesicht.

Da frage ich mich doch ernsthaft: Wie passt denn nun unsere Lena da ins Konzept?

Hätte zur lebenslangen Garantie nicht eher ein Testimonial vom Typ Inge Meysel gepasst? (Gott hab sie selig) Oder plant Opel ein Elektro-Leichtkraftfahrzeug für Teenies auf den Markt zu bringen?

Den Spot der lebenslangen Garantie fand ich in der Umsetzung, für einen Automobilhersteller dieser Klasse, doch etwas fade und schwächlich. Obwohl der Marketingansatz der Garantie durchaus etwas für sich hat, kommt der Spot mir persönlich zu sehr wie ein Kino-Spot der Kreissparkasse Buxtehude daher. Schlechte Off-Stimme, emotionsloses Musik-Bett und visuell ein Schnitt von wenig stimulierendem Stock Footage.

Da kann man nur hoffen, dass Lena die Marke Opel ebenso in unsere Herzen singt, wie sie sich selbst beim Grand Prix in die Herzen Europas gesungen hat. Schließlich ist der Trubel um Lena Meyer-Landrut seit Oslo doch schon ziemlich abgeklungen.

Ich bin also sehr gespannt, wo die Marke Opel mit Lena hinsteuern wird. Hoffentlich fährt man mit ihr nicht gegen die Wand, denn immerhin hat die Sängerin ihren Führerschein wohl erst beim 2. Anlauf bestanden.

Auch wenn Opel in Sachen Markenimage immer noch Aufholbedarf hat, fahr schön langsam Lena.